IFS

Internal
Family
Systems/
Inneres
Familien-
system

Wozu IFS?

Die Methode unterstützt Sie dabei ...

  • Klarheit, Gelassenheit und innere Sicherheit zu finden
  • Belastende Denk- und Verhaltensweisen loszulassen
  • Innere Konflikte aufzulösen
  • Besser mit Verletzungen und Kränkungen (verletzten Teilen) umzugehen
  • Ganzheitlich Lösungen im Außen zu finden, die für das gesamte innere System passen
  • Das eigene innere System verlässlich aus dem achtsamen SELBST heraus zu führen

 

Was ist IFS?

Das IFS-Modell wurde seit den 1980er-Jahren von dem systemischen Familientherapeuten Richard C. Schwartz entwickelt und gehört aktuell zu den innovativsten Ansätzen in Coaching, Beratung sowie Psychotherapie.

IFS (Internal Family Systems/ Inneres Familiensystem) betrachtet die Psyche als System und unsere verschiedenen Persönlichkeitsanteile als Familie, die alle das Beste für uns wollen, doch bisweilen das Gegenteil erreichen, weil sie in alten Überzeugungen und Reaktionsmustern feststecken, die uns eher belasten als weiterhelfen. 

Die Folgen davon sind vielfältig, beispielsweise: 

  • Perfektionismus
  • dauernde Selbstkritik
  • Selbstabwertung
  • starkes Kontrollbedürfnis
  • Nicht-abschalten-können
  • Ignorieren eigener Grenzen
  • beständige Sorgen
  • Grübeleien
  • irrationale Ängste
  • impulsive Überreaktionen
  • Handlungsunfähigkeit/ Blackout
  • innere Konflikte
  • und vieles mehr


Im Coaching lernen Sie, mit diesen Teilen achtsam in Kontakt zu kommen, sie zu verstehen, zu entlasten und wieder in Ihr inneres Team zu integrieren. Dadurch wird es möglich innere Konflikte aufzulösen, weniger hilfreiche Denk- und Verhaltensweisen loszulassen und angemessener für sich zu sorgen. Es entstehen mehr Klarheit, Gelassenheit, innere Sicherheit und Raum für neue Lösungswege – mitten in den Unwägbarkeiten und Stürmen des Alltags.

Das IFS-Modell

Warum arbeitet IFS mit Persönlichkeitsanteilen? Was versteht man unter inneren Managern, Feuerbekämpfern, verletzten Teilen und dem achtsamen SELBST? Was macht man im IFS-Coaching?  

Warum "Teile"?

Im Alltag sprechen wir oft von ICH und halten uns für eine klar definierte Einheit („Ich will das …“, „Ich bin das …“) oder glauben zumindest, dass es diese Eindeutigkeit gibt („Ich muss nur wissen, was ich will!“, „Ich will endlich ich selbst sein.“). 

Bei genauerer Betrachtung merken wir aber, dass in uns ganz unterschiedliche Seiten oder Teile aktiv sind, wodurch eine Dynamik entsteht, die häufig zu inneren Konflikten führt: Ein Teil von mir möchte Sicherheit, während ein anderer sich nach Abenteuer sehnt. Ein Teil von mir möchte das Wochenende mit Freunden zubringen, während ein anderer sich nach Ruhe und Entspannung sehnt. Ein Teil hat Angst und ein anderer will sich davon nicht unterkriegen lassen. 

 

„Zwei Seelen wohnen – ach! – in meiner Brust. Die eine will sich von der anderen trennen.“ (Goethe, Faust I)

„Faust beklagte, dass er zwei Seelen in seiner Brust habe. Ich habe eine ganze sich zankende Menge.“ (Bismarck)

 

Teile sind Muster unseres Fühlen, Denkens und Handelns, die wir im Laufe unserer Biografie (oft in der Kindheit) gelernt haben. Sie sind mehr als Gefühle oder Gedanken, weil sie auf Erfahrungen basieren und ganz unterschiedliche Überzeugungen, Absichten oder Befürchtungen haben. Sie agieren in uns wie eigenständige Persönlichkeiten. 

Im IFS widmen wir uns besonders Teilen, die wir als Belastung erleben. Ziel ist es, sie zu entlasten und besser in unsere inneres System zu integrieren, so dass wir besser für uns sorgen können. 

 

Was aber sind nun Manager, Feuerbekämpfe, verletzte Teile und das SELBST?

 

Manager

Manager sind proaktive innere Beschützer, die verhindern wollen, dass wir in eine schlimme Situation geraten. Sind sie gut in unser inneres System integriert, helfen sie uns z.B. durch Planung, Umsicht und Engagent, unseren Alltag gut zu organisieren. 

Aufgrund von Kränkungen oder Verletzungen in unserer Vergangenheit können Manager aber auch in extreme Rollen verfallen, die sie nicht mehr loslassen können. Dies zeigt sich dann z.B. durch Perfektionismus, dauernde Selbstkritik, ein starkes Kontrollbedürfnis etc. Sie wollen verhindern, dass unsere verletzten Teile erneut verletzt werden.     

Feuerbekämpfer

Feuerbekämpfer sind reaktive innere Beschützer, die impulsiv die Führung übernehmen, wenn wir uns bedroht fühlen oder verletzt werden. Sie aktivieren uns z.B. durch starke Gefühle zu Kampf und Flucht, um uns schnell in Sicherheit zu bringen. 

Auch sie können aufgrund von Kränkungen und Verletzungen in unserer Biografie in extreme Rollen verfallen. Dies zeigt sich dann duch z.B. Gereiztheit, Aggressivität, Fluchtverhalten, Prokrastination, aber auch durch übermäßigen Konsum etwa von Süßigkeiten, Alkohol oder Medien. Ihr Ziel ist es, den Schmerz der verletzten Teile sofort und um jeden Preis zu beenden oder zu lindern.

Verletzte/ verbannte Teile

Wenn Kränkungen und Verletzungen nicht gut aufgefangen werden und heilen können, belasten sie oft längerfristig unser inneres System. Verletzte Teile bleiben in der überfordernden Erfahrung gefangen und erleben sie emotional immer wieder, wenn sie in neuen Situationen daran erinnert werden. 

Besonders prägend sind Verletzungen, die wir in der Kindheit und Jugend erlebt haben, da Kinder noch deutlich weniger Schutzmechanismen haben. Auch zur Selbstregulation sind sie viel mehr auf fürsorgliche, zugewandte Erwachsene angewiesen sind. Weil Kinder verletzende Erfahrungen oft auf sich selbst beziehen und sich selbst die Schuld dafür geben, entstehen daraus häufig tief verankerte negative Selbstbilder. 

Da die verletzten Teile in uns unangenehme Gefühle erzeugen, wollen viele unserer Teile mit diesen nichts zu tun haben. Wir neigen wir dazu, sie wegzusperren, zu verdrängen und zu bekämpfen. Darum werden sie auch „Verbannte“ genannt.  

Das SELBST

Das SELBST ist kein Teil, sondern eine andere Ebene unseres Bewusstsein, die Ebene der Achtsamkeit und des Mitgefühls: In Stressituationen identifizieren wir uns zwar häufig mit einzelnen Teilen, z.B. mit unserer Wut, unsere Angst oder unseren Ansprüchen. Doch haben wir zugleich die Fähigkeit, einen Schritt zurücktreten und diesen „lauten“ Teil wie auch unser ganzes inneres System bewertungsfrei wahrzunehmen, zu erforschen sowie klar und mitfühlend für uns zu sorgen. Wie ein guter Mediator, können wir den Teilen zuhören und ihnen helfen, selbst eine Lösung zu finden. Je mehr die Teile unserem SELBST vertrauen, desto besser gelingt das Miteinander und die innere SELBSTführung. 

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